Glossar
Hier finden Sie einige wichtige Erklärungen zu Fachbegriffen und zu verwendeten Abkürzungen:
EEG
EEG ist die Abkürzung des deutschen Gesetzes für den Ausbau erneuerbaren Energien, kurz Erneuerbare-Energien-Gesetz. Es regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Netz und garantiert deren Erzeugern teils feste Einspeisevergütungen oder eine Marktprämie. Ursprünglich stammt es aus dem Jahre 2000 und löste damit das Stromeinspeisungsgesetz ab, seitdem gibt es jedoch schon mehrere Neufassungen. Für den Privaten, der sich seine eigene Photovoltaikanlage aufs Dach bauen möchte, ist immer das jeweils zum Inbetriebnahmedatum gültige EEG relevant. Dieses gilt dann ab Inbetriebnahmedatum für die nächsten 20 Jahre.
Endenergie
Bei der Endenergie handelt es sich um die Energie, die in dem vor Ort zur Verfügung stehenden Energieträger vorhanden ist.
Energiebedarf
Bei dem Energiebedarf handelt es sich im Gegensatz zum Energieverbrauch um eine rechnerische Größe, die unter Normbedingungen eintritt. In diesem Sinn kann der Energiebedarf eines Wohngebäudes berechnet werden. Der Energieverbrauch kann vom berechneten Bedarf abweichen. Dies hängt vom jeweiligen Nutzerverhalten ab.
Energieverbrauch
Bei dem Energieverbrauch handelt es sich im Gegensatz zum Energiebedarf um den tatsächlichen Verbrauch, der sich aus dem Nutzerverhalten ergibt.
Fernerkundungsmethoden
Als Fernerkundungsmethoden werden alle Auswertungsmethoden verstanden, die aus der Ferne angewendet werden können. Typischerweise werden Luft- oder Satelitenbilder ausgewertet oder andere Geodaten, wie beispielsweise die digitale Flurstückskarte, Höhendaten oder statistische Daten zur Sonneneinstrahlung zur Berechnung bestimmter Ergebnisse herangezogen.
Geoinformationssysteme (GIS)
Ein Geoinformationssystem ist eine Software, mit der Geodaten erfasst, bearbeitet, analysiert und ausgeben werden können. Die Ausgabe dieser Daten kann z.B. durch eine kartographische Abbildung oder eine Visualisierung erfolgen.
kW - Kilowatt
Watt ist die Maßeinheit für die elektrische Leistung. Ein Kilowatt (1kW) sind 1.000 Watt.Bei Photovoltaikanlagen spricht man meist auch von "Watt peak". Hiermit ist die Leistung eines Photovoltaik-Moduls unter bestimmten Norm-Bedingungen gemeint. Vereinfacht gesagt sagt die Angabe über "Watt peak" aus, welche elektrische Leistung bei Volleinstrahlung, also wenn die Sonne senkrecht zur Ausrichtung des PV-Moduls am Himmel steht, durch das PV-Modul erbracht werden kann.
kWh - Kilowattstunde
Wattstunde ist die Maßeinheit für Energie. Eine Kilowattstunde ist die Energiemenge, die bei einer Leistung von 1 kW innerhalb einer Stunde freigesetzt wird.
Nahwärmenetz
Unter einem Nahwärmenetz wird ein Fernwärmenetz verstanden, das nur über kurze Distanzen Wärme zu einem Verbraucher transportiert. Nahwärmenetze bilden i.d.R. innerhalb von Ortschaften ein geschlossenes System. Damit grenzen sie sich von Fernwärmenetzen ab, die über größere Distanzen (teilweise über mehrere 10 bis 20 km Entfernung) Wärme zu einem Verbraucher transportieren.
Peak-Leistung
Unter Peak-Leistung wird in der vorliegenden Studie die Nennleistung eines elektrischen Generators verstanden. Die Bezeichnung wird insbesondere im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen verwendet. Die Peak-Leistung bezeichnet hier die Leistung, die bei genormten Laborbedingungen erzielt werden kann. Diese werden i.d.R. als „Standard Temperature Conditions (STC)“ bezeichnet. Die reale Leistung weicht in Abhängigkeit zu den tatsächlichen Betriebsbedingungen zum Teil stark ab.
Primärenergie
Bei der Primärenergie handelt es sich um die Summe aller Energien, die mit dem Verbrauch eines Energieträgers und der darin enthaltenen Energie verbunden ist. Über die im Energieträger enthaltene Endenergie hinaus berücksichtigt die Primärenergie also auch die Vorkette und die notwendigen Energieverbräuche, die mit dem Verbrauch der Endenergie im Zusammenhang stehen.
