Nahwärmeatlas
Hier finden Sie die interaktive Karte zur Nahwärme. Aus ihr wird für jedes Quartier ersichtlich, ob sie für den Aufbau eines Nahwärmenetzes geeignet sind. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie unter der Karte.
Methodik
Mit Hilfe der erhobenen Daten lässt sich für die Quartiere in Buckenhof auch untersuchen, ob sie für den Aufbau eines Nahwärmenetzes geeignet sind. Dafür ist die Wärmebelegungsdichte relevant – das Verhältnis aus der Länge einer möglichen Wärmetrasse und der über diese Trasse transportierten Energiemenge pro Jahr, also Megawattstunden pro Trassenmeter und Jahr (kWh/m*a). Je größer die Wärmebelegungsdichte ist, desto besser sind die Bedingungen zur zentralen Versorgung eines Gebietes über ein Wärmenetz.Um die Wärmebelegungsdichte zu ermitteln, werden die ermittelten Wärmeenergieverbräuche der einzelnen Gebäude durch Zuordnung zur am nächsten liegenden Straße aufsummiert; die Summe wurde dann durch die Länge der Straße bzw. des Straßenabschnitts geteilt und so die Wärmedichte je Straßenabschnitt berechnet. Für jedes angeschlossene Gebäude wurde pauschal eine zusätzliche Hausanschlussleitung von 15 Metern berücksichtigt. Wo die Wärmedichte hoch ausfällt, ist die Realisierung eines Wärmenetzes aus wirtschaftlicher und technischer Perspektive denkbar. In diesem Zusammenhang wird die Förderfähigkeit von Nahwärmenetzprojekten häufig auch von der Höhe der Wärmebelegungsdichte abhängig gemacht. So fördert die KfW in ihrem Bundesförderprogramm „Erneuerbare Energien Premium“ den Bau von Nahwärmenetzen erst dann, wenn eine Wärmebelegungsdichte von mindesten 500 kWh/m*a erreicht wird. Das bayerische Förderprogramm BioKlima gibt einen Mindestwert von 1.500 kWh/m*a an, um eine Förderung ohne die Einhaltung weiterer technischer Mindestvoraussetzungen zu erhalten. Die für das Jahr 2022 angekündigte Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) nennt in der vorliegenden Entwurfsfassung (Quelle: AGFW 2022) indes keine Mindestwerte, so dass auch Wärmenetze mit niedrigen Wärmebelegungsdichten gefördert werden können.
Die folgende Karte zeigt, wo der Aufbau von Wärmenetzen bei einer Anschlussquote von 70% (also der Annahme, dass sich 70% der betrachteten Straßenanlieger an das Wärmenetz anschließen) technisch und wirtschaftlich realisierbar scheint. Darüber hinaus zeigt die Karte Gebiete, die aufgrund einer sehr hohen Wärmebelegungsdichte für die zeitnahe Planung eines Nahwärmenetzes besonders interessant ist. Dies sind Gebiete, in denen Wärmebelegungsdichten von 1.500 kWh/m*a und mehr erreicht werden können.
